2. Oktober 2026

Absturz­sicherung bei Betonier- und Schalungs­arbeiten

Abstürze zählen in der Baubranche zu den schwersten Arbeitsunfällen. Über ein Drittel der tödlichen Arbeitsunfälle geht auf einen Absturz zurück. Deshalb gibt es rechtliche Vorgaben für die Absturzsicherung. Für Unternehmen sind Systeme für den Arbeitsschutz somit in zweifacher Hinsicht wichtig: Sie erfüllen die gesetzlichen Pflichten und schützen die Arbeiter vor Gefahren. Im Betonbau sind es vor allem zwei Bereiche, die besondere Aufmerksamkeit verlangen: die Arbeitsebene an der Wandschalung und die offene Kante an Decke und Brüstung.

Abstürze: oft unterschätztes Risiko beim Betonbau

Eine Baustelle bringt ständig wechselnde Arbeitsebenen mit sich. Mit dem Baufortschritt verändern sich auch täglich viele der potenziellen Absturzkanten.

Bei niedrigen Kanten wird das Gefahrenpotenzial oft übersehen. Auch aus geringer Höhe kann der Sturz von einer Decke oder Brüstung schwere Folgen haben. Rund die Hälfte der tödlichen Abstürze passiert aus weniger als fünf Metern Höhe.

Der ausführende Betrieb ist daher dafür verantwortlich, geeignete Schutzmaßnahmen festzulegen und für deren Verfügbarkeit vor Ort zu sorgen.

Wann ist Seiten­schutz bei Arbeitsbühnen Pflicht?

Als Faustregel gilt: Ab zwei Metern Absturzhöhe ist an Arbeitsplätzen eine Absturzsicherung erforderlich. Für Schalungsarbeiten konkretisiert die DGUV Regel 101-014 die Anforderungen. Arbeiten sollen möglichst von einer gesicherten Position aus erfolgen. Wo das nicht möglich ist, sind technische Schutzmaßnahmen vorzusehen.

Daraus ergibt sich eine klare Rangfolge: Kollektiver Schutz geht der persönlichen Schutzausrüstung vor. Eine feste Arbeitsbühne mit Geländer oder ein durchgehender Seitenschutz sind dem Anseilschutz vorzuziehen, weil sie den Absturz verhindern, statt ihn nur aufzufangen.

Für den Seitenschutz selbst beschreibt die Norm EN 13374 die Schutzklassen A, B und C. Klasse A deckt den Standardfall im Hochbau mit annähernd waagerechten Flächen ab.

Beim Betonieren von Wänden müssen also ausreichend breite Arbeitsplätze mit entsprechender Sicherung vorhanden sein.

Wie sichert die Betonierbühne sigeMAX bei Arbeiten an der Wand?

Die Betonierbühne sigeMAX schafft eine breite, tragfähige Arbeitsebene und ist mit einem umlaufenden Steckgeländer gegen Absturz gesichert.

Die Bühne lässt sich mit jeder gängigen Rahmenschalung sowie mit Hohlwänden kombinieren und ist damit nicht an ein bestimmtes Schalungssystem gebunden. Sie ist schnell eingehängt und sowohl kranbar als auch kranunabhängig einsetzbar. Mit einer zulässigen Flächenlast von 150 kg/m² entspricht sie der Gerüstgruppe II nach DIN EN 12811-1. Eine ergänzende Plattform mit selbstsicherndemn Teleskopmechanismus gleicht Längen zwischen den Standardbühnen aus.

Wie sich das System in der Praxis bewährt, zeigen etwa die Modernisierung der Levensauer Hochbrücke und der Bau von Mehrfamilienhäusern in Köln.

Wie sorgt die MST Brüstungszwinge für Schutz an offenen Kanten?

Nicht jede Gefahrenstelle ist eine Arbeitsebene. An Brüstungen und Deckenrändern geht es darum, offene Kanten schnell und zuverlässig abzusichern. Dafür eignet sich die MST Brüstungszwinge.

Die Brüstungszwinge stellt einen Seitenschutz der Klasse A nach EN 13374 her und lässt sich an der Deckenkante oder direkt an der Schalung einsetzen. Befestigt wird sie mit Dübel und Schraube. Mit ihrem stufenlosen Verstellbereich bis 60 cm passt sie sich an unterschiedliche Bauteildicken an.

Im Alltag punktet die Zwinge vor allem beim Handling: Mit nur 8,5 kg ist sie leicht zu versetzen und kommt ohne Keile aus, die verloren gehen können. Die Feuerverzinkung sorgt für eine lange Lebensdauer. Damit ist an den Absturzkanten schnell und flexibel für den geforderten Seitenschutz gesorgt.

Wie ergänzen sich Betonierbühne und Brüstungszwinge?

Arbeitsebene und Absturzkante sind Stellen, an denen im Betonbau ein besonderes Unfallrisiko besteht. Mit der Betonierbühne sigeMAX und der MST Brüstungszwinge stehen Bauunternehmen hier praxisbewährte Sicherungslösungen zur Verfügung. In Kombination decken sie die Arbeiten beim Schalen, Bewehren und Betonieren durchgängig ab.

Für die Betriebe zahlt sich das mehrfach aus: durch ein geringeres Risiko für das Team auf der Baustelle, die Erfüllung der Sicherheitsvorgaben und einen wirtschaftlichen Einsatz, da beide Systeme schnell montiert und wiederverwendbar sind.

Sie suchen die passende Lösung für Arbeitssicherheit beim Schalen und Betonieren? Sprechen Sie mit uns. Das Team von Mayer Schaltechnik berät Sie gern zu den Vorteilen unserer Produkte für sichere Betonarbeiten.

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